»
Es bereitet mir immer Freude, wenn ich weiß, dass Marc mit an Bord ist. Sein hohes Maß an Professionalität, Hilfsbereitschaft und Spaß an der Arbeit schätze ich sehr.«

 (Lennart, PM Blue Projektleiter und Fachplaner)

Marc ist Studioleiter des Virtual Production Studios in Hamburg. Zuvor war er über zwei Jahrzehnte als freischaffender Videotechniker und Projektleiter tätig und auch für PM schon oft im Einsatz. Seit Januar 2021 ist er nun maßgeblich für die Strukturierung und den Betrieb des Virtual Production Studios verantwortlich.

Welches war dein bisher erfolgreichstes Projekt bei PM?

Ich habe schon ein paar Sachen als Techniker oder als Technischer Leiter für PM gemacht. Expo Kasachstan, die Elbphilharmonie, und in der Laeiszhalle haben wir auch schon Einiges unternommen. Die Messestände für Volkswagen im Rahmen der IAA Nutzfahrzeuge waren wahrscheinlich die am längsten andauernden und intensivsten Dinge. Da haben wir einen Haufen Videomaterial inklusive LED-Wände und Besucherbereiche technisch ausgestattet. Das Ganze haben wir dann verbunden mit diversen Videosystemen, die wir vernetzt haben, um dem Ausstellungsbesucher auf dem VW-Stand in einigen Bereichen schöne Sachen zeigen zu können.

Und deine Aufgabe war die Technische Gesamtleitung?

Ja genau. Wir haben im Vorfeld drüber gesprochen, welches Material mieten wir wo zu welchen Konditionen. Wir haben natürlich dann auch mal ‘n bisschen über das Zahlenkonstrukt geguckt, was macht da Sinn und wo müssen wir uns bewegen. Das war eigentlich auch ’ne schöne Kooperation. Das war ein schönes Miteinander.

Was ist dein beruflicher Hintergrund?

In meinem ersten Leben habe ich mal Radio- und Fernsehtechniker gelernt. Dann habe ich als freier Techniker viel in Richtung Multivision gearbeitet, habe mit 18 angefangen Diaprojektoren durch Deutschland zu fahren und große Soft-Edge-Produktionen analog einzurichten. Mit Dreiröhrenprojektoren ging es dann videotechnisch los, bis es dann die ersten LCD-Videoprojektoren gab. Dann hat sich das Ganze so gewandelt, dass ich nach Hamburg gekommen bin und noch eine Zusatzausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton gemacht habe. Dabei habe ich ganz viel beim NDR gelernt- insofern bin ich einigermaßen bewandert mit Ü-Wagen- und Broadcast-Technologie. Dann ging es los als Freiberufler- die letzten 25 Jahre mit Jobs für unterschiedlichste Firmen.

Was wolltest du als Kind werden?

Kameramann. Ich habe ja tatsächlich als Kind immer Heinz Sielmann geguckt und gedacht: Kameramann, das wäre doch ein schöner Beruf. Da kommt man viel rum, sieht schöne Dinge und arbeitet mit netten Leuten zusammen. Das ist tatsächlich mal eine lustige Anekdote, dass es über Umwege dazu gekommen ist.

Wie würdest du für deinen aktuellen Arbeitsplatz deine Position als Studioleiter beschreiben?

Wir versuchen es hier auf Augenhöhe zu gestalten, so dass jeder gleichberechtigt seine Meinung in den Topf wirft. Unterm Strich muss ich dann final auch dafür den Kopf hinhalten. Ob Entscheidungen nun richtig oder falsch gewesen sind, ist dann schlussendlich mein Problem.

Wie groß ist dein Team?

Wir sind zu viert. Wir haben definiert, dass wir neben mir als Studioleiter zwei Projektleiter haben, die sich ausschließlich um Projekte kümmern sollen. Und für den technischen Bereich haben wir einen Techniker, der im Bilde ist, was die LED-Technik, was die Zuspieltechnik und die Steuerung betrifft, und der auch visionär mit uns abstimmt in welche Richtung man mal Investitionen andenken könnte, ob man Kamerasysteme kauft, ob man Monitore kauft und so weiter.

Was hat dich dazu bewegt bei PM in Festanstellung anzufangen?

Ich hatte akut schon mit dem Gedanken gespielt mich anstellen zu lassen, weil ich ein gutes Angebot bei einer großen Firma für Festinstallationen in Deutschland hatte. Dafür hatte ich mich auch schon mit der Geschäftsführung getroffen und mehrere Tage in Düsseldorf verbracht. Diverse Maßnahmen wurden mir schon zugetragen. Und gedanklich war ich eigentlich schon dort der Leiter für Medientechnik. Ich hätte da die Nachfolge übernommen für den Kollegen, der die letzten 10 Jahre den Posten inne hatte und nun in Rente geht. Und dann rief mich Toby an [Geschäftsführer von PM Blue] und hat gesagt: wir brauchen hier einen. Und dann habe ich überlegt so: Hm, weniger Autobahn, weniger Hotelübernachtungen. Das mache ich. Naja ganz so war es nicht. Ich habe im Sommer kennen und lieben gelernt einfach mal mehr zuhause zu sein aus Gründen, und habe festgestellt, dass das vielleicht gar nicht so gut ist, wenn man immer nur in der Welt unterwegs ist und durchschnittlich 200 Hotelübernachtungen hat, und dass es ja vielleicht auch ganz schön ist, seine Frau mal häufiger zu sehen und mit den Nachbarn im Garten grillen zu können. Und vielleicht mal regelmäßig mit seinen Leuten auch zum Sport verabreden und so. Da sind dann doch so ein paar Überlegungen zusammen gekommen.

Was motiviert dich an deiner Arbeit am meisten?

Aktuell, dass wir hier alle an einem Strang ziehen und eine gute Auslastung im Fokus haben. Eine Vision, dass das auch noch etwas mehr und noch besser wird- in geregelten Bahnen, so dass wir eine Arbeitsroutine entwickeln, in der sich hier keiner kaputt macht und wir trotzdem schöne Sachen auf die Beine stellen.

Welcher Aspekt gefällt dir an deiner jetzigen Abteilung am besten?

Dass wir so ein bisschen Spielwiese haben hier. Wenn man nach links und nach rechts schaut, natürlich budgetär eingeschränkt, aber unterm Strich müssen wir keinerlei vorgegebene Richtungen eingehen, sondern können aus der Erfahrung und aus dem täglichen Gespräch mit der Kundschaft überlegen wie wir was umsetzen wollen.

Welche Verkehrsmittel nutzt du am häufigsten oder am liebsten?

Am häufigsten also auf jeden Fall innerhalb von Hamburg das Auto. Am liebsten das Motorrad.

Was machst du in deiner Freizeit am liebsten?

Da gehe ich ganz gern mal seit Juni letzten Jahres auf den Tennisplatz, die letzten Jahre ganz gern aufn Golfplatz. Und sonst schmeiße ich ganz gern mal den Grill an.

Hast du einen Tipp für ein erfülltes Berufsleben?

Es muss Spaß machen. Die Leute müssen cool sein, entspannt und professionell. Das ist mir das Wichtigste. Ich muss das Gefühl haben, dass es eine Basis gibt. Das ist das Wichtigste. Wenn man das Gefühl hat, man mag mit den Menschen nicht wirklich umgehen oder ist nicht ehrlich zueinander, dann habe ich keine gute Laune.

Welchen Rat würdest du Berufseinsteiger*innen geben?

Langfristig tatsächlich das zu tun, was einem liegt und wo man Spaß dran hat und nicht unbedingt das, was vielleicht aktuell in der wirtschaftlichen Situation als sinnvoll erscheint. Ich glaube, das rächt sich langfristig. Du kannst nur etwas gut, was du gerne machst.

[das Interview wurde geführt im Januar 2021]