[PM GROUP] Jetzt-Sonst: Branchenzusammenschluß der Veranstaltungstechnik in der Coronakrise

Die Veranstaltungsbranche ist von der Coronakrise besonders betroffen. Der Branchenverband VPLT markierte bereits Anfang März 2020 Auftragsverluste von ca. 90%. Veranstaltungsverbote strapazieren die Zukunft vieler Unternehmen.

Die PM GROUP hat sich deswegen dem Branchenzusammenschluß der Jetzt-Sonst-Kampagne angeschlossen.

Derzeit werden seitens der Politik und der Medizinforschung verschiedene Szenarien in den Medien diskutiert, wann und in welchem Umfang die Einschränkungen gelockert oder aufgehoben werden können. Unbedingtes Ziel bleibt, die Infiziertenzahl und die daraus resultierende Belastung für das Gesundheitssystem sowie die Anzahl an Todesfällen gering zu halten. Dies begrüßen wir ausdrücklich. 

Wir unterstreichen ausdrücklich den Dank an die Bundesregierung für die schnellen Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Und auch wir begrüßen die ersten Hilfen, die der Wirtschaft bereits zufließen konnten.

Leider ist derzeit aber völlig unklar, wann wieder Veranstaltungen mit größeren Besucherzahlen möglich sein werden. Und die Befürchtung ist, dass es noch lange dauern wird bis wieder Veranstaltungen in gewohnten Formaten stattfinden können. Die Veranstaltungswirtschaft wurde von der Corona-Krise als erste getroffen und wird als letzte wieder aus der Krise kommen.

Deswegen unterstützen wir die folgenden Forderungen, um auch die Zukunft unsereres Unternehmens und aller Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern.

Forderung 1:
Sofortige Erleichterung
der Beantragung von Kurzarbeiter*innengeld

Umsetzung im März, Absenkung der Eintrittsvoraussetzung, Entfall des von den Arbeitgebenden zu tragenden Sozialversicherungsanteils, zeitliche Ausweitung.

Forderung 2:
Rückwirkende und zukünftige Stundung von Steuern, Beiträgen und Abgaben

Möglichkeit der rückwirkenden Steuer- und Beitragsstundung zum Liquiditätserhalt, sofern die Beiträge zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht entrichtet wurden. Stundung zukünftiger Zahlungen. 

Forderung 3:
Übernahme von Bürgschaften für bestehende und neue Kredite

Schutz vor Fälligstellung von Krediten und Kontokorrentlinien durch Kreditinstitute.

Forderung 4:
Zuschüsse für den Strukturerhalt der Arbeitsplätze

Der konkrete Vorschlag
Pro bestehendem Arbeitsplatz erhält das Unternehmen einen rückzahlungsfreien Zuschuss in Höhe von 3.000 € pro Monat pro FTE.
Gewertet werden alle bestehenden Arbeitsplätze, die zum Beginn der Zuschussphase bestehen.
Je 100% Stelle (FTE) erfolgt ein Zuschuss in Höhe von 3.000 € pro Monat.
Je Ausbildungsplatz erfolgt ein Zuschuss in Höhe von 1.000 € pro Monat (Deckung des Lohns und Erhaltung der Schulungsstruktur).
Werden Auszubildende in der Zuschussphase übernommen, gelten für sie die gleichen Regeln, wie für bestehende Arbeitsplätze.


Die Zuschussphase startet im März 2020 und läuft bis 3 Monate nach behördlicher Freigabe aller Veranstaltungsformate in Deutschland.


Verpflichtung der Unternehmen
Die Unternehmen, die Zuschüsse entgegennehmen, verpflichten sich dazu, den bezuschussten Arbeitsplatzumfang (FTE) für mind. 36 Monate nach Zuschussende aufrecht zu erhalten.
Bei Zuwiderhandlung ist eine quotale Rückzahlung der Zuschussbeträge innerhalb von 12 Monaten erforderlich.
Der Zuschuss der Ausbildungsplätze ist davon ausgenommen

[Stand 8. April 2020]